Vegane Ernährung bei Kinderwunsch: 7 wichtige Fakten

Eine vegane Ernährung und Kinderwunsch – passt das zusammen?

Diese Frage beschäftigt viele Frauen, die sich pflanzlich ernähren und gleichzeitig schwanger werden möchten. Im Internet findet man dazu sehr unterschiedliche Aussagen: Von „vegan ist besonders gesund“ bis hin zu „eine vegane Ernährung führt zu Nährstoffmangel“.

So einfach ist es nicht.

Gerade rund um Kinderwunsch und Schwangerschaft ist deshalb weniger die Frage entscheidend, ob eine Ernährung „vegan“ oder „nicht vegan“ ist. Viel wichtiger ist, wie gut sie geplant ist und ob der individuelle Nährstoffbedarf gedeckt wird.

Vegane Ernährung bei Kinderwunsch

1. Kann eine vegane Ernährung bei Kinderwunsch ausgewogen sein?

Grundsätzlich kann eine vegane Ernährung sehr abwechslungsreich gestaltet werden.

Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse, Samen, Kartoffeln und pflanzliche Öle können eine nährstoffreiche Basis bilden. Dazu kommen je nach Ernährungsweise angereicherte Lebensmittel, beispielsweise Pflanzendrinks mit Calcium oder bestimmte Produkte mit Vitamin B12 oder Jod.

Die DGE empfiehlt bei veganer Ernährung eine vielseitige Lebensmittelauswahl mit Obst und Gemüse, Vollkornprodukten und Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Nüssen und geeigneten pflanzlichen Ölen. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass einige Nährstoffe besonders beachtet werden müssen.

Entscheidend ist die Planung

Eine vegane Ernährung besteht schließlich nicht automatisch aus Gemüse und Vollkorn.

Auch vegane Fertigprodukte, Süßigkeiten oder stark verarbeitete Lebensmittel können vegan sein. Das allein sagt noch nichts über die Nährstoffqualität der gesamten Ernährung aus.

Für den Kinderwunsch ist deshalb eine abwechslungsreiche Basis sinnvoll.

Zum Beispiel:

• Gemüse und Obst in unterschiedlichen Sorten
• Vollkornprodukte und Kartoffeln
• Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen und Kichererbsen
• Tofu und andere Sojaprodukte
• Nüsse und Samen
• pflanzliche Öle
• angereicherte Pflanzendrinks und andere angereicherte Lebensmittel, wenn sie zur Ernährung passen

Gerade bei einer veganen Ernährung lohnt sich außerdem ein Blick auf die Gesamtversorgung und nicht nur auf einzelne Vitamine.

Denn Nährstoffe arbeiten im Körper nicht isoliert.


2. Vitamin B12: Der wichtigste Nährstoff bei veganer Ernährung

Wenn es einen Nährstoff gibt, der bei einer veganen Ernährung besonders klar im Mittelpunkt steht, dann ist es Vitamin B12.

Die DGE empfiehlt Menschen, die sich vegan ernähren, deshalb eine dauerhafte, regelmäßige und zuverlässige Vitamin-B12-Supplementierung. Außerdem soll die Versorgung regelmäßig ärztlich überprüft werden.

Warum ist B12 so wichtig?

Vitamin B12 erfüllt verschiedene wichtige Aufgaben im Körper. Es ist unter anderem an der DNA-Synthese, der Zellteilung und der Blutbildung beteiligt und spielt eine wichtige Rolle für das Nervensystem.

Eine längerfristig unzureichende Versorgung kann deshalb gesundheitliche Folgen haben. Besonders in Schwangerschaft und Stillzeit ist eine ausreichende Versorgung wichtig.

Das ist auch für den Kinderwunsch relevant.

Denn wenn du bereits vor einer Schwangerschaft vegan lebst, solltest du deine B12-Versorgung nicht erst dann überprüfen, wenn der Schwangerschaftstest positiv ist.

Die Vorbereitung beginnt idealerweise vorher.

Dabei geht es nicht darum, möglichst viel Vitamin B12 einzunehmen. Die DGE weist darauf hin, dass es derzeit keine allgemeingültige Empfehlung für die Höhe der B12-Supplementierung bei veganer Ernährung gibt. Die konkrete Dosierung sollte deshalb passend zum Präparat und zur individuellen Versorgung betrachtet werden.


3. Eisen, Jod und Zink: Welche Nährstoffe verdienen Aufmerksamkeit?

Vitamin B12 ist nicht der einzige Nährstoff, den Veganerinnen im Blick behalten sollten.

Eisen

Eisen kommt auch in vielen pflanzlichen Lebensmitteln vor. Dazu gehören beispielsweise Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse und Samen.

Allerdings unterscheidet sich die Form des Eisens von demjenigen aus tierischen Lebensmitteln. Pflanzliches Nicht-Häm-Eisen wird im Körper weniger effizient aufgenommen.

Die DGE weist darauf hin, dass Vitamin C und andere organische Säuren die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln verbessern können. Gleichzeitig können beispielsweise Phytate sowie bestimmte Polyphenole die Aufnahme hemmen.

Praktisch bedeutet das:

Eine eisenreiche pflanzliche Mahlzeit lässt sich sinnvoll mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln kombinieren.

Zum Beispiel könnten Linsen mit Paprika, Brokkoli oder anderem Gemüse kombiniert werden.

Eine Eisensupplementierung sollte dagegen nicht einfach auf Verdacht erfolgen. Ob sie sinnvoll ist, hängt unter anderem vom individuellen Eisenstatus und der Ernährungssituation ab. Die DGE empfiehlt eine gezielte Ergänzung bei erhöhtem Bedarf beziehungsweise unzureichender Versorgung.

Jod

Auch Jod verdient bei veganer Ernährung besondere Aufmerksamkeit.

Milchprodukte und Fisch fallen als wichtige Jodquellen weg. Pflanzliche Milchalternativen sind zudem nicht automatisch mit Jod angereichert.

Die DGE empfiehlt deshalb, auf jodiertes Speisesalz beziehungsweise entsprechend angereicherte Lebensmittel zu achten. Auch bestimmte angereicherte Pflanzendrinks können zur Jodversorgung beitragen.

Bei Algen ist dagegen Vorsicht angesagt: Der Jodgehalt kann extrem schwanken. Algenprodukte ohne ausgewiesenen Jodgehalt sind deshalb nicht zu empfehlen.

Gerade wenn du bereits weißt, dass du eine Schilddrüsenerkrankung hast, solltest du eine zusätzliche Jodeinnahme vorher ärztlich besprechen.

Zink

Zink findet sich beispielsweise in Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Nüssen und Samen.

Auch hier spielt die Zusammensetzung der Ernährung eine Rolle, denn bestimmte Pflanzenstoffe können die Mineralstoffaufnahme beeinflussen.

Eine abwechslungsreiche Auswahl verschiedener Lebensmittel ist deshalb sinnvoller, als sich auf eine einzige vermeintliche „Superfood“-Quelle zu verlassen.


4. Omega-3-Fettsäuren: Was sollten Veganerinnen wissen?

Welche pflanzlichen Lebensmittel liefern Omega-3?

Gute pflanzliche ALA-Quellen sind beispielsweise:

• Leinöl
• Rapsöl
• Walnussöl
• Leinsamen
• Chiasamen
• Walnüsse

Gerade Leinöl kann eine einfache Möglichkeit sein, regelmäßig ALA in die Ernährung einzubauen.

Zum Beispiel passt ein kleiner Schuss Leinöl gut zu einem Gemüsegericht oder in ein selbst gemachtes Dressing.

Wichtig ist aber: ALA und DHA sind nicht austauschbar.

Wenn es um die Versorgung mit DHA geht, kann bei veganer Ernährung ein Mikroalgenöl eine pflanzliche Alternative zu Fischöl darstellen. Die DGE nennt Mikroalgenöle als Möglichkeit, EPA und DHA auch bei veganer Ernährung zuzuführen.

Und was bedeutet das bei Kinderwunsch?

Hier würde ich bewusst nicht behaupten, dass Omega-3 automatisch die Fruchtbarkeit verbessert.

Vielmehr geht es darum, bereits vor einer Schwangerschaft auf eine gute Nährstoffversorgung zu achten.

Für die Schwangerschaft wird DHA besonders relevant. Die DGE empfiehlt Schwangeren täglich 200 mg DHA. Wer keinen Fisch isst, kann DHA über ein entsprechendes Supplement zuführen. Bei veganer Ernährung kann dafür ein Mikroalgenöl infrage kommen.

Wenn du schwanger werden möchtest und dich vegan ernährst, kann es deshalb sinnvoll sein, deine Omega-3-Versorgung frühzeitig mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder einer qualifizierten Ernährungsfachkraft zu besprechen.


5. Protein und Energie: Warum ausreichend Essen wichtig ist

Ein weiterer Punkt, der bei veganer Ernährung manchmal unterschätzt wird, ist die ausreichende Energie- und Proteinzufuhr.

Protein ist für zahlreiche Prozesse im Körper wichtig. Es liefert Aminosäuren, die der Körper unter anderem für den Aufbau und Erhalt von Gewebe benötigt.

Eine vegane Ernährung kann den Proteinbedarf grundsätzlich decken. Entscheidend sind dabei eine abwechslungsreiche Auswahl proteinreicher Lebensmittel und eine ausreichende Energiezufuhr. Die DGE nennt unter anderem Getreide, Hülsenfrüchte, Soja, Kartoffeln und Nüsse als wichtige pflanzliche Proteinquellen.

Gute pflanzliche Proteinquellen

Besonders praktisch sind beispielsweise:

• Linsen
• Kichererbsen
• Bohnen
• Erbsen
• Tofu
• Tempeh
• Sojajoghurt
• Haferflocken
• Vollkorngetreide
• Nüsse
• Samen

Dabei muss nicht jede einzelne Mahlzeit „perfekt“ zusammengesetzt sein.

Viel wichtiger ist eine abwechslungsreiche Ernährung über den gesamten Tag hinweg.

Pflanzliche Proteinquellen kombinieren

Verschiedene pflanzliche Proteinquellen können sich sinnvoll ergänzen.

Ein klassisches Beispiel ist die Kombination aus Hülsenfrüchten und Getreide:

• Linsen mit Reis
• Bohnen mit Vollkornbrot
• Kichererbsen mit Couscous
• Erbsen mit Vollkornnudeln

Die DGE weist darauf hin, dass durch die gezielte Kombination verschiedener pflanzlicher Proteinquellen die Proteinqualität verbessert werden kann.

Energie nicht vergessen

Mindestens genauso wichtig wie die Proteinmenge ist die Frage, ob insgesamt genug Energie aufgenommen wird.

Wenn die Energiezufuhr dauerhaft zu niedrig ist, kann der Körper Nahrungs- und Körperprotein zur Energiegewinnung heranziehen. Eine ausreichende Energiezufuhr ist deshalb eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Protein seine anderen Aufgaben erfüllen kann.

Gerade beim Kinderwunsch ist das ein Punkt, den ich nicht unterschätzen würde.Eine Ernährung kann auf dem Papier sehr „gesund“ aussehen und trotzdem zu wenig Energie liefern – beispielsweise wenn sehr viele kalorienarme Lebensmittel gegessen werden und gleichzeitig stark auf Fette oder Kohlenhydrate verzichtet wird.

Vegan zu essen bedeutet deshalb nicht automatisch, möglichst leicht oder kalorienarm zu essen.

Nüsse, Samen, Tahini, Avocado, pflanzliche Öle oder Vollkornprodukte können dabei helfen, Mahlzeiten nährstoffreich und ausreichend energiereich zu gestalten.

Was ist mit veganen Ersatzprodukten?

Auch pflanzliche Fleisch- und Milchalternativen können Bestandteil einer ausgewogenen veganen Ernährung sein.

Dabei lohnt sich allerdings ein Blick auf die Zutatenliste und Nährwertangaben, denn die Produkte unterscheiden sich deutlich voneinander.

Die DGE empfiehlt bei pflanzlichen Alternativen zu Milch und Milchprodukten möglichst Produkte zu wählen, die beispielsweise mit Calcium, Jod, Vitamin B12 und Riboflavin angereichert sind.

Das kann im Alltag sogar hilfreich sein, weil angereicherte Lebensmittel zur Nährstoffversorgung beitragen können.

Es muss also nicht darum gehen, jedes Ersatzprodukt zu vermeiden.

Viel sinnvoller ist eine Mischung aus möglichst wenig verarbeiteten pflanzlichen Lebensmitteln und sinnvoll ausgewählten angereicherten Produkten.

Ein wichtiger Gedanke bei Kinderwunsch

Wenn du dich vegan ernährst, musst du nicht versuchen, jeden einzelnen Nährstoff über möglichst viele verschiedene Nahrungsergänzungsmittel abzudecken.

Viel sinnvoller ist eine gute Basisernährung, bei der bekannte kritische Nährstoffe gezielt berücksichtigt werden.


6. Folsäure, Cholin & Co.: Was ist rund um die Schwangerschaft wichtig?

Bei einer veganen Ernährung lohnt sich der Blick nicht nur auf Vitamin B12, Eisen, Jod und Omega-3. Auch andere Nährstoffe können in der Zeit vor und während einer Schwangerschaft wichtig werden.

Folsäure und Folsäure-Supplementierung

Cholin nicht vergessen

Calcium und Vitamin D

Und was bedeutet das für den Kinderwunsch?

Wichtig ist: Aus der Bedeutung einzelner Nährstoffe lässt sich nicht automatisch ableiten, dass ein bestimmtes Lebensmittel oder Supplement die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft erhöht.

Bei veganer Ernährung bei Kinderwunsch geht es deshalb vor allem darum, mögliche Versorgungslücken rechtzeitig zu erkennen und die Ernährung so zusammenzustellen, dass der Körper ausreichend mit wichtigen Nährstoffen versorgt wird.


7. Supplemente bei Veganer Ernährung: Was ist wirklich notwendig?

Eine vegane Ernährung bedeutet nicht automatisch, dass du eine lange Liste an Nahrungsergänzungsmitteln einnehmen musst.

Einige Nährstoffe verdienen allerdings besondere Aufmerksamkeit.

Vitamin B12 ist unverzichtbar

Bei einer vollständig veganen Ernährung ist eine zuverlässige Vitamin-B12-Versorgung über ein Supplement notwendig. Pflanzliche Lebensmittel enthalten kein verlässlich ausreichendes Vitamin B12.

Dabei solltest du nicht nur irgendwann mit der Einnahme beginnen, sondern die Versorgung dauerhaft im Blick behalten.

Jod

Folsäure

Auch Folsäure gehört rund um eine geplante Schwangerschaft zu den wichtigen Supplementen. Die übliche Empfehlung liegt bei 400 µg Folsäure täglich, zusätzlich zu einer folatreichen Ernährung.

DHA

Wer vegan lebt und keinen Fisch isst, kann Omega-3-Fettsäuren über pflanzliche Quellen wie Leinöl, Walnüsse oder Chiasamen aufnehmen. Diese liefern allerdings hauptsächlich ALA.

Für die direkte Versorgung mit DHA kann beispielsweise ein Mikroalgenöl eingesetzt werden. Die DGE empfiehlt in der Schwangerschaft insbesondere Frauen, die keinen Fisch essen, eine zusätzliche DHA-Zufuhr von 200 mg täglich.

Eisen, Vitamin D & Co.

Bei Eisen oder Vitamin D sollte dagegen nicht einfach vorsorglich hoch dosiert supplementiert werden.

Ob ein zusätzlicher Bedarf besteht, kann beispielsweise von Blutwerten, Ernährung, Lebensphase und individuellen Faktoren abhängen. Gerade bei Kinderwunsch und Schwangerschaft ist es sinnvoll, Supplemente nicht wahllos miteinander zu kombinieren.

Mehr Supplemente bedeuten nicht automatisch eine bessere Versorgung.

Eine gezielte Auswahl ist sinnvoller als ein möglichst umfangreicher Supplement-Schrank.


Häufige Fragen zur veganen Ernährung bei Kinderwunsch

Kann man vegan schwanger werden?

Eine vegane Ernährung schließt eine Schwangerschaft nicht grundsätzlich aus. Gleichzeitig gibt es laut DGE keine eindeutige Empfehlung dafür oder dagegen, eine vegane Ernährung während der Schwangerschaft zu verfolgen, da die Studienlage begrenzt ist.

Entscheidend ist deshalb eine sorgfältig geplante Ernährung mit zuverlässiger Versorgung kritischer Nährstoffe und – insbesondere während der Schwangerschaft – entsprechender medizinischer Begleitung.

Welche Nahrungsergänzung braucht man bei veganer Ernährung in der Schwangerschaft?

Vitamin B12 ist bei einer vollständig veganen Ernährung unverzichtbar. Rund um die Schwangerschaft sind außerdem unter anderem Folsäure, Jod und DHA relevant. Je nach individueller Versorgung können weitere Nährstoffe eine Rolle spielen.

Welche Supplemente und Dosierungen tatsächlich notwendig sind, sollte individuell betrachtet werden.

Brauche ich als Veganerin Vitamin B12?

Ja. Bei einer vollständig veganen Ernährung sollte Vitamin B12 zuverlässig supplementiert werden, weil pflanzliche Lebensmittel keine verlässlich ausreichende natürliche B12-Quelle darstellen.

Wie bekomme ich Omega-3 vegan?

Pflanzliche Lebensmittel wie Leinöl, Chiasamen und Walnüsse liefern Alpha-Linolensäure (ALA). Für die direkte Aufnahme von DHA kann ein Supplement auf Basis von Mikroalgen eine vegane Möglichkeit sein.

Ist vegane Ernährung bei Kinderwunsch gefährlich?

Eine pauschale Aussage wäre nicht sinnvoll. Eine schlecht geplante vegane Ernährung kann zu einer unzureichenden Versorgung mit wichtigen Nährstoffen führen. Gleichzeitig lässt sich aus der derzeitigen Datenlage nicht ableiten, dass eine vegane Ernährung an sich die Fruchtbarkeit beeinträchtigt.

Gerade bei Kinderwunsch und Schwangerschaft kommt es deshalb auf eine gut geplante, nährstoffreiche Ernährung und eine zuverlässige Supplementierung kritischer Nährstoffe an.


Fazit: Vegane Ernährung bei Kinderwunsch braucht Planung

Vegane Ernährung bei Kinderwunsch kann eine sehr abwechslungsreiche Ernährungsform sein. Gleichzeitig gibt es einige Nährstoffe, bei denen Veganerinnen besonders aufmerksam sein sollten.

Vor allem Vitamin B12 muss zuverlässig supplementiert werden. Auch Jod, Eisen, Zink, Omega-3-Fettsäuren, Folsäure, Calcium, Vitamin D und Cholin verdienen einen bewussten Blick auf die individuelle Versorgung.

Besonders wichtig ist dabei, nicht in die Falle zu geraten, Ernährung ausschließlich über einzelne Nährstoffe zu betrachten. Eine gute Basis besteht aus abwechslungsreichen pflanzlichen Lebensmitteln, ausreichend Energie und Protein sowie einer gezielten Supplementierung dort, wo sie notwendig ist.

Wenn du vegan lebst und einen Kinderwunsch hast, kann eine individuelle Beratung durch deine Ärztin oder deinen Arzt sowie bei Bedarf durch eine qualifizierte Ernährungsfachkraft sinnvoll sein.

Denn das Ziel sollte nicht sein, möglichst viele Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.

Das Ziel ist eine gute Versorgung – und zwar möglichst einfach, alltagstauglich und passend zu dir.